Ein Museum in Oberfranken beherbergt Exponate von hohem kulturellem und materiellem Wert. Das Gebäude, in dem sie gezeigt werden, steht selbst unter Denkmalschutz. Der Auftrag an uns: eine Videoüberwachung, die die Sammlung zuverlässig schützt, dem Haus nicht schadet und den Datenschutz der Mitarbeitenden respektiert.
Die Ausgangslage
Museen stellen besondere Anforderungen an Sicherheitstechnik. Die Exponate müssen lückenlos und in hoher Bildqualität erfasst werden, damit im Ernstfall jedes Detail nachvollziehbar ist. Gleichzeitig bewegen sich täglich Mitarbeitende durch die Räume, deren Persönlichkeitsrechte geschützt bleiben müssen. Und in einem denkmalgeschützten Gebäude ist jede Bohrung, jede Kabeltrasse und jede Befestigung eine Abwägung.
Drei Anforderungen, eine Anlage
Bildqualität für den Ernstfall
4K-Kameras erkennen auch kleine Objekte und Details sicher.
Aufzeichnung im Haus
Der Aufnahmeserver steht vor Ort, die Daten verlassen das Gebäude nicht.
Datenschutz mit System
Personen werden in Echtzeit anonymisiert, volle Überwachung erst nach Schließung.
Gemeinsam mit dem Museum haben wir festgelegt, was erfasst werden darf und was nicht. Während des Betriebs anonymisiert AXIS Live Privacy Shield Personen direkt in der Kamera: Mitarbeitende und Besucher erscheinen im Bild nur als Maske, die Exponate bleiben voll sichtbar. Zusätzlich ist die Anlage zeitgesteuert. Erst nach Schließung des Hauses greift die vollständige Überwachung.
Rücksicht auf das Denkmal
Jede Kameraposition und jede Leitungsführung wurde mit dem Architekten des Hauses abgestimmt, der sie wiederum mit der Denkmalbehörde geklärt hat. Die Verkabelung erfolgte bauseits und nutzt vorhandene Wege.
„Alles muss sich wieder entfernen lassen, ohne Spuren am Denkmal zu hinterlassen.“
Je nach Ort sitzen die Kameras deshalb auf speziellen Vorbauplatten, an außen geführten Rohren oder sind in den Mörtelfugen zwischen den Sandsteinen verankert, nie im Stein selbst. Die gesamte Installation ist rückbaufähig.
KI an der Fassade
An ausgewählten Bereichen der Fassade überwachen Kameras mit KI-gestützter Analyse unbefugte Annäherungen. Die Analyse unterscheidet zwischen relevanten Ereignissen und harmlosen Bewegungen wie Passanten, Tieren oder Witterung. Erkennt sie einen Zugriffsversuch, wird der Alarm direkt an die Einbruchmeldeanlage (EMA) übergeben. So ergänzt die Videotechnik die bestehende Sicherheitstechnik, statt ein zweites System daneben zu stellen.
Das Ergebnis
Das Museum verfügt über eine Videoüberwachung, die die Sammlung in hoher Qualität schützt, die Bausubstanz respektiert und die Rechte der Mitarbeitenden wahrt. Die Fassade ist in das Alarmkonzept eingebunden, die Daten bleiben im Haus.